Wissen zum Lastmanagement

    Neben dem großen Wissensbereich zum Thema Energiemanagement, zeigen wir Ihnen hier eine Übersicht unserer Wissensinhalte rund um Lastmanagement. Als wesentlicher Bestandteil Ihres Energiemanagements, hilft Lastmanagement dabei, den Energieverbrauch weiter zu optimieren, Kosten zu senken und erneuerbare Energien richtig zu nutzen. Lernen Sie hier, wie Sie Spitzenlasten reduzieren, von reduzierten Netzentgelten profitieren oder optimales Ladelastmanagement betreiben. Bei Fragen oder Interesse an unseren Leistungen, freuen wir uns über eine !Nachricht von Ihnen!

    Für Grundlagen-Wissen zum Beispiel zu Energiekennzahlen, Oberschwingungen oder Einsparpotenzialen, schauen Sie sich gerne in unserem Wissensbereich zum Energiemanagement um!

    Noch unsicher wie hoch Ihr Lastmanagement Potenzial ist? Wir führen gerne eine Potenzial-Analyse bei Ihnen durch. Was Sie dabei erwarten können, finden Sie in folgender Muster-Analyse:

    gi-kl-1352825036-1080x1080
    IR-Elektrizitaet-erhalten-elecricity-Obtain

    Reduzierte Netzentgelte

    ... durch effizientes Lastmanagement. Wie erkenne ich, ob wir zu viel für Netzentgelte bezahlen? Auf dieser Wissensseite klären wir auf.

    IR-Batterie-elecricity-Big-Battery

    Ladelastmanagement

    ... zur Vermeidung von Netzausbau. Lernen Sie Ladelastmanagement als effiziente Strategie zu nutzen.

    IR-Auswertung-bewerten-evaluation

    Atypische Netznutzung

    ... durch spezialisiertes Lastmanagement. So profitieren Sie von den Veränderungen im Stromnetz.

    IR-Kosten-reduzieren-reduce-costs2

    Spitzenlast reduzieren

    Use Case: Lastmanagement mit An-Aus-Verbrauchern 

     
     
    IR-Projektzeiterfassung-Project-time-tracking

    Prognosebasiertes Lastmanagement

    ...durch Berücksichtigung zukünftiger Lasten und Preise. 

    IR-BI-business-intelligence

    Case Study zum Lastmanagement

    Diese Case Study zum Thema Lastspitzenreduktion zeigt ein Kundenbeispiel, bei dem die Lastspitze mit unserem Lastmanagementsystem um 9% reduziert werden konnte.

    IR-Lagerlogistik-Gabelstapler-storage

    Lastmanagement für E-LKW

    Speditionen und alle Unternehmen, die ihre Flotte auf E-LKW umstellen werden, sehen sich mit explodierenden Stromkosten konfrontiert. Enit weiß das zu verhindern, erfahren Sie, wie. 

    IR-kopf-idee-idea

    Lastspitzenmanagement

    ... in Zeiten der Energietransformation. Leistungspreise steigen weiter! So optimieren Sie Ihr Unternehmen mit Lastmanagement.

    Grundprinzipien der Leistungsverteilung im Lastmanagement

    Im Kern beschreibt Lastmanagement, wie verfügbare Leistung innerhalb eines Systems verteilt und gesteuert wird. Je nach technischer Auslegung erfolgt diese Leistungsverteilung nach unterschiedlichen Prinzipien. Zwei grundlegende Formen bilden dabei die Basis vieler Anwendungen: das statische und das dynamische Lastmanagement. Weitere Ansätze, etwa fahrplan- oder prognosebasierte Verfahren, bauen in der Regel auf diesen beiden Grundprinzipien auf.

    Worin unterscheidet sich dynamisches von statischem Lastmanagement? 

    Der zentrale Unterschied liegt in der Art der Leistungsverteilung: Statisches Lastmanagement arbeitet mit einer fest vorgegebenen Leistungsobergrenze. Dynamisches Lastmanagement passt die verfügbare Leistung in Echtzeit an den tatsächlichen Verbrauch an. Daraus ergeben sich Unterschiede bei Technik, Wirtschaftlichkeit und Skalierbarkeit:

    Statisches Lastmanagement

    • Feste, vorab kalkulierte Leistungsobergrenze
    • Keine Messtechnik erforderlich
    • Konservative Nutzung der Anschlussleistung mit Sicherheitspuffer
    • Begrenzte Skalierbarkeit (Neue Verbraucher reduzieren den Anteil der anderen.)
    • Geeignet für Unternehmen mit hohem Energieverbrauch und Bedarf an einer optimierten Energieverteilung

     Dynamisches Lastmanagement 

    • Kontinuierliche Anpassung anhand aktueller Messwerte
    • Energiezähler bzw. Stromsensoren am Netzanschluss nötig
    • Anschlussleistung wird maximal ohne Überlastung ausgeschöpft
    • Hohe Skalierbarkeit (zusätzliche Verbraucher integrierbar, solange Reserven vorhanden)
    • Geeignet für Unternehmen mit hohem Leistungsbedarf, wechselnden Lastprofilen und dem Anspruch auf eine flexible Verteilung

    Häufige Fragen zum Lastmanagement

    Rund um das Thema Lastmanagement tauchen in der Praxis immer wieder dieselben Fragen auf. Die wichtigsten haben wir hier kompakt zusammengefasst.
    • Lastmanagement bezeichnet die gezielte Steuerung und Optimierung des elektrischen Energieverbrauchs in einem Unternehmen. Ziel ist es, Lastspitzen zu vermeiden, den Energiebezug zu verstetigen und dadurch Netzentgelte sowie Stromkosten zu reduzieren. Dabei werden Verbraucher, Erzeuger und Speicher manuell, regelbasiert oder automatisiert über ein Lastmanagementsystem aufeinander abgestimmt. Gerade für produzierende Unternehmen ist Lastmanagement ein zentrales Instrument, um Energiekosten zu senken und die Netzstabilität zu gewährleisten.

      Die Enit Energieanagement Plattform bietet Ihnen alle Funktionen, um Lastspitzen zuverlässig zu erkennen, zu vermeiden und Ihren Energieeinsatz nachhaltig zu optimieren – speziell zugeschnitten auf die Anforderungen der mittelständischen, produzierenden Industrie.

    • Grundsätzlich werden vier Arten unterschieden: statisches, dynamisches, fahrplanbasiertes und ganzheitliches Lastmanagement. Sie unterscheiden sich vor allem in Flexibilität, Komplexität und Einsatzgebiet:

      • Statisches Lastmanagement
        Eine fest definierte Leistung wird auf mehrere Verbraucher verteilt. Das Verfahren ist einfach, wirtschaftlich und für konstante Bedarfe geeignet.

      • Dynamisches Lastmanagement: Die verfügbare Leistung wird laufend an den tatsächlichen Verbrauch angepasst. So lassen sich Kapazitäten effizient nutzen und Lastspitzen vermeiden.

      • Fahrplanbasiertes Lastmanagement: Die Leistungsverteilung erfolgt nach festgelegten Zeit- und Leistungsplänen. Es eignet sich für planbare Prozesse mit vorhersehbaren Lastverläufen.

      • Ganzheitliches Lastmanagement: Dieser Ansatz kombiniert verschiedene Steuerungsprinzipien und bindet zusätzlich Erzeuger, Speicher und weitere Energiesysteme ein.

    • Ein Lastmanagementsystem bietet produzierenden Unternehmen folgende Vorteile:

       

      • Kostenreduktion: Senkung der Netzentgelte durch vermiedene Lastspitzen
      • Transparenz: Echtzeitüberwachung des Energieverbrauchs und der Leistungsbezüge
      • Automatisierung: Regelbasierte Steuerung von Verbrauchern ohne manuellen Eingriff
      • Planungssicherheit: Prognose und Einhaltung definierter Leistungsgrenzwerte
      • Nachhaltigkeit: Effizienterer Energieeinsatz und Reduktion des CO₂-Fußabdrucks
      • Integration: Einbindung von Eigenerzeugung (z. B. PV) und Speichern
      • Zukunftsfähigkeit: Vorbereitung auf dynamische Stromtarife und flexible Netzentgelte
    • Lastspitzen entstehen, wenn mehrere leistungsstarke Verbraucher gleichzeitig in Betrieb sind,  etwa beim zeitgleichen Anlauf von Maschinen, Kompressoren, Öfen oder Kälteanlagen zu Schichtbeginn. Auch unkoordinierte Einschaltvorgänge oder saisonale Schwankungen (z. B. Klimatisierung im Sommer) führen zu kurzfristig hohen Leistungsbezügen.

      Bei einem Jahresstrombezug über 100.000 kWh wird neben der Energiemenge (kWh) auch die am Zähler erfasste Leistung (kW) abgerechnet. Da der Netzbetreiber die höchste viertelstündige Leistungsspitze des Jahres für die Berechnung der Netzentgelte heranzieht, können bereits wenige Minuten hoher Lastbezug die Energiekosten erheblich erhöhen. 

    • Grundsätzlich lassen sich drei Ansätze unterscheiden: Peak Shaving, Load Shifting sowie Eigenerzeugung & Speichereinsatz:

      1. Peak Shaving (Spitzenlastkappung): Kurzfristiges Abschalten oder Drosseln von Verbrauchern bei drohender Überschreitung des Leistungsgrenzwerts.
      2. Load Shifting (Lastverschiebung): Zeitliche Verlagerung energieintensiver Prozesse in Zeiten mit geringer Grundlast oder günstigeren Strompreisen.
      3. Eigenerzeugung Speichereinsatz: Nutzung von PV-Anlagen, BHKW oder Batteriespeichern, um Lastspitzen aus dem eigenen System abzufedern.

      Häufig werden diese Ansätze in einem automatisierten Lastmanagementsystem kombiniert, das Verbraucher prioritätsbasiert und prognosegestützt steuert.